Die Gemeinde Monzingen hat auch in Zukunft einige große
Aufgaben zu lösen.
Einiges davon wurde vom Gemeinderat bereits angestoßen und manches
bereits -meist einstimmig- beschlossen.
Kindergarten für die Zukunft rüsten
Künftig werden auch Kinder im Kindergarten betreut werden, die noch
keine drei Jahre alt sind. Die Aufnahmegrenze soll in den nächsten
Jahren gesetzlich bis fast unmittelbar nach der Geburt gesenkt
werden. Dazu hat die Gemeinde erste bauliche und personelle
Veränderungen beschlossen, die bereits umgesetzt werden.
Die Chance des Konjunkturpaketes II konnte der Gemeinderat nutzen:
nach entsprechendem Antrag wird das Dach des Kindergartens isoliert,
eine neue Heizung installiert und weitere Maßnahmen umgesetzt, die
den Energiebedarf senken werden.
Grundschule weiterentwickeln
Vor wenigen Jahren wurde die Monzinger Grundschule zur
Schwerpunktschule. Damit soll diese Schule umgerüstet werden, um
körperlich behinderten Kindern die stete Teilnahme am ganz normalen
Grundschulunterrichte zu ermöglichen.
Doch wird dies weiter gehen müssen: auch die größte Grundschule in
der Verbandsgemeinde - die Monzinger Grundschule - wird über kurz
oder lang eine Ganztagsschule werden. Dazu sollten bei der
anstehenden Generalsanierung die Weichen gestellt werden, wie zum
Beispiel die viel zu kleine Turnhalle an die zukünftige Situation
angepasst und mehr Turnraum geschaffen werden, damit trotz
nachmittäglichen Ganztagsschule die Vereine die Einrichtung
weiterhin nutzen können.
Festhalle in die Stadtsanierung
Beim Beginn der Stadtsanierung in Monzingen wurde ein
Sanierungsgebietes festgelegt. Damals schlug die FWG vor, neben dem
alten Stadtkern auch den Bereich der Festhalle als Sanierungsgebiet
festzulegen. Derzeit ist die Verwaltung dabei, genau dies
umzusetzen. Damit wird es möglich die Festhalle und das Drumherum
ggf. über das Städtebauförderungsprogramm zu sanieren. Inwieweit
dabei auch ein Umbau zur sportlichen Nutzung erfolgen kann, ist zu
prüfen.
Der Gemeinderat betraute ein Gremium damit, die Gestaltung der Festhalle
und die künftige Nutzung zu erörtern. Entwürfe des Planers sollen
nun mit den Vereinen durchgesprochen werden und die Bürger bei den
Planungen zur Neugestaltung der Halle eingebunden werden.
Stadtsanierung für bessere Wohn- und Lebensqualität
Bauen und Gestalten sind wesentliche Elemente einer
zukunftsorientierten Dorfentwicklung. Innenentwicklung soll einer
Außenentwicklung mit dem „Baugebiet Ortskern“ vorgezogen werden. Der
für die Bürger kostengünstige Ausbau der öffentlichen Flächen ist
weitgehend abgeschlossen. Als wichtiger nächster Schritt wird
derzeit ein Leerstandskataster erstellt, in dem alle nicht genutzten
Gebäude aufgeführt werden. Danach müssen die Absichten der
Hauseigentümer abgefragt werden und auf dieser Basis ein Konzept
entstehen, das eine strukturierte Sanierung und Modernisierung der
zahlreichen alten Gebäude ermöglicht. Ein behutsames Entkernen kann
dabei Parkflächen schaffen, Licht und zeitgemäße Bauweisen Wohn- und
Lebensqualität zu erhöhen und das Wohnen und Wirtschaften im alten
Städtchen wieder lukrativer machen.
Dazu regte die FWG eine Förderrichtlinie für private Maßnahmen im Gebiet
der Stadtsanierung an, die der Gemeinderat im Januar 2007
verabschiedete. Damit kann die Gemeinde auch Modernisierungen,
Instandsetzungen und andere Baumaßnahmen im Sanierungsgebiet kräftig
bezuschussen, die von Privatleuten an ihren Gebäuden durchgeführt
werden.
Verbesserung der Infrastruktur
Die ernsten Worte bei der Besichtigung des Gewerbehofes
durch die FWG zeigten, dass die Gemeinde Monzingen seine
DSL-Versorgung auch wegen der hier ansässigen Unternehmen dringend
verbessern muss. Diesen Weg gehen wir derzeit konsequent und
begleiten aktiv die derzeit laufenden Schritte, um möglichst schnell
zu einer zeitgemäßen DSL-Versorgung für ganz Monzingen zu kommen.
Außerhalb des alten Stadtkernes sind umfangreiche Straßenreparaturen durchzuführen. Hier hat der Bauausschuss der Gemeinde vor einigen Monaten bereits die erheblichen Schäden in der Kirbachstraße und später auch in der Bergstraße begutachtet und die Verwaltung zum Handeln beauftragt. Leider ist seitens der Verwaltung bis heute nichts geschehen. Doch wird sich dies angesichts der Zustände der Straßen und Gehwege bald ändern müssen.
Neugestaltung des Friedhofes
Das Friedhofsportal ist hochgradig pflegebedürftig und auch der
Friedhof selbst wie auch die Friedhofssatzung müssen in den nächsten
Jahren überarbeitet und neu koordiniert werden. Maßnahmen, die
unsere letzte Ruhestätte einen ehrwürdigen Rahmen gibt.
Weinbau, Tourismus und Naherholung
Ein wichtiges Anliegen ist es, die Entwicklung im Tourismus
zu unterstützen. Uns muss es gelingen den Touristen die schönen
Seiten unserer Gemeinde und der Region zu vermitteln und ein
Verweilen hier attraktiv zu gestalten. Denn der Tourismus ist ein
wichtiges Standbein Monzingens geworden. Dabei sollen sich die
Monzinger selbst vom Arbeitsstress erholen können und auch die Gäste
Monzingens in der bezaubernden Landschaft um Monzingen herum
Entspannung finden.
Seit der Dorferneuerung ist es ein Ziel der Gemeinde ein
Informationssystem zu erstellen. Zahlreiche Anfragen dazu im Rat
wurden vom amtierenden Bürgermeister zwar auf die Erstellung des
Infosystems verschoben, doch ging die Verwaltung das Thema bis heute
nicht an. Doch halten auch wir weiter an einem solchen Leitsystem
fest, die den Menschen die Wege weist und unserer Gäste mit einem
Stadtrundgang in die idyllischen Ecken unseres historischen
Städtchens führt.
Jugendarbeit
Wir Erwachsene müssen uns für die Belange von Kindern und
Jugendlichen stark machen. Außerordentliches leisten hier die
Monzinger Vereine mit einem teils breit gefächerten Angebot für die
Jugend. Für uns gilt es, diese Arbeit stetig zu fördern.
Ein Raum der Gemeinde steht mit dem Jugendraum an der Martinskirche zur
Verfügung, den wir des öfteren aufsuchen um mögliche Probleme
anzugehen. Wichtig ist uns, unsere jungen Mitbürger in die
Entscheidungsprozesse des Dorfes zu integrieren. Daher sprechen wir
mit ihnen und binden sie in die Entscheidungen mit ein.
Förderung der Ortsvereine
Monzingen hat ein ausgeprägtes Vereins und Gemeinschaftsleben.
Dieses erfreuliche soziale und kulturelle Leben unterstützen wir
uneingeschränkt, was sich auch im Engagement von FWG-Mitgliedern in
den Vereinen wieder spiegelt. So sind wir immer nah dran und wissen
wo es brennt.
Wirtschaftsförderung
Der Gewerbehof läuft heute wieder sehr gut. Im Industriegebiet gibt
es jedoch Gutes und nicht so Gutes zu hören. Doch haben wir für
unsere Firmen immer ein offenes Ohr, sehen uns Betriebe an und
helfen, wo die Gemeinde nur helfen kann. Die Entwicklung in der
Gastronomie befindet sich derzeit wieder im Aufwärtstrend. Neben den
etablierten Betrieben ist es mit unserer Unterstützung gelungen auch
wieder einen Interessenten für das Ratsstübchen zu gewinnen. An der
B41-Kreuzung wird ebenfalls schwer investiert: hier entsteht derzeit
ein neuer Gastronomischer Betrieb.
Finanzierung
Wir stehen weiterhin für eine sparsame und solide
Haushaltsführung.
Miteinander im Rat
Wie die einstimmigen Haushaltsbeschlüsse und auch fast alle
anderen Beschlüsse zeigen, läuft die Ratsarbeit bisher recht
harmonisch. Gemeinsam und fast immer einstimmig werden die Themen im
Rat beschlossen.